Wenn draußen noch Kälte herrscht und im Garten kaum etwas gedeiht, lassen sich frische Vitalstoffe ganz einfach auf der eigenen Fensterbank ziehen. Keimlinge sind eine wertvolle Ergänzung unseres Speiseplans und bringen selbst in der grauen Jahreszeit Frische auf den Teller.
Während des Keimprozesses vervielfacht sich der Vitamingehalt der Samen erheblich. Zusätzlich entsteht Vitamin C, das im ursprünglichen Korn noch nicht vorhanden ist. Mineralstoffe und Spurenelemente, die zuvor gebunden waren, werden durch das Keimen aufgeschlossen und können vom Körper deutlich besser aufgenommen werden.
Damit sind Sprossen den ungekeimten Samen – und oft sogar den ausgewachsenen Pflanzen – in ihrer Nährstoffdichte überlegen. Als quasi „vorverdaute“ Lebensmittel sind sie leicht bekömmlich und unterstützen dank ihres hohen Enzymgehalts sogar die Verwertung anderer Speisen.
Gut geeignet sind z.B.:
Getreide: Hafer, Weizen, Roggen, Gerste, Reis, Hirse, Mais
Hülsenfrüchte: Soja- und Mungobohnen, Linsen, Erbsen, Kichererbsen, Luzerne, Bockshornklee
Weitere Sorten: Rettich, Senf, Gartenkresse, Buchweizen, Leinsamen, Sonnenblumenkerne und Sesam
Verzehrfertige Keimlinge sollten werden. Am besten schmecken sie jedoch direkt nach der Ernte – dann sind sie nicht nur besonders aromatisch und nährstoffreich, sondern auch hygienisch unbedenklicher.
In der Küche sind Keimlinge äußerst vielseitig: Sie bereichern Salate, Aufläufe und Suppen oder machen sich ganz unkompliziert als knackiger Belag auf einem Butterbrot.





