Ob hellgrün oder zart violett: Die Farbe sagt nichts über den Geschmack von Kohlrabi aus.
Sein Aroma ist überraschend mild – weniger typisch „kohlig“, dafür angenehm süßlich mit einer leicht nussigen Note. Kohlrabi aus dem Treibhaus ist besonders zart, während Freilandware meist etwas intensiver und würziger schmeckt. Verantwortlich dafür sind natürliche Senfölglykoside.
Ein echter Geheimtipp: Die Blätter nicht wegwerfen! Vor allem die jungen Herzblätter stecken voller Nährstoffe – oft sogar in zwei- bis dreifach höherer Konzentration als in der Knolle selbst.
Roh verzehrt liefert Kohlrabi reichlich Vitamin C und kann so das Immunsystem unterstützen. Außerdem enthält er wichtige B-Vitamine und Folsäure, die eine Rolle für Nerven und Haut spielen. Mineralstoffe wie Magnesium fördern Muskeln und Kreislauf, während Kalzium zur Knochengesundheit beiträgt. Zusätzlich wird Kohlrabi nachgesagt, die Tätigkeit von Galle und Nieren anzuregen.
Beim Einkauf lohnt sich ein genauer Blick: Frische, knackige Blätter sind ein gutes Zeichen. Die Knollen sollten fest, hellgrün und unbeschädigt sein. Längliche Formen können auf beengte Wachstumsbedingungen hinweisen. Greifen Sie eher zu kleineren Exemplaren, da große Knollen oft holzig werden. Wichtig zu wissen: Nach der Ernte schreitet die Verholzung weiter voran – besonders an der Stelle, an der die Wurzel entfernt wurde.
Für die Lagerung empfiehlt es sich, die Blätter abzutrennen. So hält sich Kohlrabi im Gemüsefach des Kühlschranks etwa eine Woche. Spätsommersorten sind in der Regel etwas länger haltbar als früher geernteter Kohlrabi.





